Donald Trump und das Militär!

Die militärische „Laufbahn“ von Donald Trump ist ein interessantes Paradox: Sie existiert im öffentlichen Diskurs ständig – tatsächlich gedient hat er jedoch nie. Trotzdem ist seine Beziehung zum Militär politisch und kulturell ein wiederkehrendes Thema.
Trump wuchs in einer wohlhabenden Familie in New York auf und besuchte als Teenager die New York Military Academy, ein militärisch organisiertes Internat. Dort trugen die Schüler Uniformen, marschierten in Formation und lernten Disziplin nach militärischem Vorbild. Trump galt dort als energiegeladen und ehrgeizig; Berichte aus der Zeit beschreiben ihn als Kadetten mit Führungsanspruch, der zeitweise sogar eine Rangposition unter den Schülern innehatte. Wichtig ist jedoch: Diese Ausbildung war schulisch, nicht militärisch – sie führte nicht zu einer Karriere in den Streitkräften.
Als Trump in den 1960er-Jahren das Wehrpflichtalter erreichte, befanden sich die USA mitten im Vietnamkrieg. In dieser Zeit konnte der Staat junge Männer per Einberufung (Draft) zum Militärdienst verpflichten. Trump registrierte sich zwar ordnungsgemäß beim Selective Service System, erhielt jedoch insgesamt fünf Aufschübe. Vier davon waren sogenannte Student Deferments: Solange er zunächst am Fordham College und später an der Wharton School der University of Pennsylvania studierte, wurde seine Einberufung aufgeschoben.
Nachdem er 1968 sein Studium beendet hatte und grundsätzlich einberufbar gewesen wäre, folgte ein weiterer Aufschub – diesmal aus medizinischen Gründen. Bei einer militärischen Untersuchung wurde er wegen Knochenspornen („bone spurs“) in beiden Fersen als untauglich eingestuft. Dadurch wurde er schließlich dauerhaft vom Militärdienst befreit.
Diese medizinische Ausnahme blieb später politisch umstritten. Kritiker bezweifeln die Diagnose oder vermuten, sie sei durch familiäre Beziehungen begünstigt worden, während Trump und sein Umfeld stets erklärten, die Entscheidung sei medizinisch begründet gewesen.
Kurz gesagt: Trumps „militärische Laufbahn“ besteht aus drei Elementen – militärisch geprägte Schulzeit, Wehrpflichtregistrierung während des Vietnamkriegs und schließlich mehrere Aufschübe, die dazu führten, dass er nie in den US-Streitkräften diente. Trotzdem spielte das Militär in seiner späteren politischen Rolle – besonders während seiner Präsidentschaft – eine zentrale rhetorische und symbolische Rolle.
(ChatGPT)
mikes@againstb.com
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