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Der Zar im Kreml!

Im Kreml sitzt der Wladimir,
mit ernster Miene, strengem Zier.
Er schaut hinaus und denkt dabei:
„Die Welt wär schöner, wenn sie mein wär.“

Auf seinem Tisch steht Tee bereit,
daneben liegt die Weltenzeit.
Er unterschreibt mit viel Bedacht
und fragt erst später: „Wer hat’s gemacht?“

Er spricht von Stärke, Stolz und Ruhm,
von Ordnung, Pflicht und Heldentum.
Doch irgendwo im großen Plan
fehlt leider noch der Teil mit „Frieden“.

Die Presse lobt ihn — wunderbar,
wie unabhängig alles war.
Und wenn mal einer widerspricht,
dann wird’s im Saal erstaunlich still.

Er reitet, schwimmt und schaut geschniegelt,
als wär sein Leben stets gespiegelt.
Doch selbst der stärkste Präsident
ist irgendwann vom Amtseinsatz müde.

So sitzt er dort, geschniegelt, stumm,
die Welt dreht sich — nur nicht um ihn herum.
Und wenn Geschichte Bücher schreibt,
fragt sie vielleicht: „Warum so weit?“

Dann fällt der Vorhang, Licht geht aus,
der große Auftritt ist vorbei.
Und übrig bleibt — bei allem Schein —
ein Mann, der gern unfehlbar scheint.

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mikes@againstb.com

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