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Sechs Jahre lang hatte die französische Justiz Zugriff auf Jeffrey Epsteins E-Mail-Postfach!

Sechs Jahre.
Sechs verdammte Jahre lagen 4.500 E-Mails von Jeffrey Epstein in den Händen der französischen Justiz – und niemand wusste davon.

Während die Inhalte dieser Nachrichten erst vor wenigen Wochen die internationale Presse fluteten, nachdem die US-Behörden sie freigegeben hatten, schlummerten sie offenbar schon seit 2019 in Paris. Das berichtet die französische Zeitung Marianne.

Damals entdeckten Ermittler bei der Durchsuchung von Epsteins Pariser Wohnung ein bislang unbekanntes Gmail-Konto. Bei der Auswertung der beschlagnahmten IT-Geräte stießen sie auf das digitale Postfach des amerikanischen Multimillionärs, der wegen zahlreicher Sexualdelikte angeklagt war.

4.500 E-Mails.
Ein digitales Archiv mit brisantem Inhalt.


Der Name, der immer wieder auftaucht: Jean-Luc Brunel

Im Zuge eines internationalen Rechtshilfeersuchens an die US-Behörden – im Rahmen der Ermittlungen gegen Jean-Luc Brunel – bestätigte die Pariser Staatsanwaltschaft, dass das Gmail-Konto von Jeffrey Epstein analysiert wurde.

Zahlreiche Nachrichten bezogen sich direkt auf Brunel. Es ging um Kontakte, Frauen, Verabredungen. Um Strukturen. Um Organisation.

Jean-Luc Brunel galt als einer der wichtigsten Anwerber für Jeffrey Epstein.
Der ehemalige Modelagent und enge Vertraute des Finanziers stand unter dem Verdacht, junge Frauen – darunter auch Minderjährige – insbesondere aus Mitteleuropa für Epsteins exklusive „Partys“ rekrutiert zu haben.

Ein Netzwerk.
Internationale Verbindungen.
Und mittendrin tausende E-Mails.


Das abrupte Ende

2019 leitete Frankreich offiziell Ermittlungen gegen Brunel ein. Doch im Februar 2022 nahm sich der damals wegen mehrfacher Vergewaltigung angeklagte Modelagent in Untersuchungshaft das Leben.

Mit seinem Tod wurde das Verfahren eingestellt.
Und mit ihm – so scheint es – verschwand auch das Interesse an Epsteins digitalem Postfach.

Ein Postfach mit 4.500 Nachrichten.
Ein Datensatz, der jahrelang unter Verschluss blieb.

Die Frage bleibt:
Warum wusste die Öffentlichkeit nichts davon?

mikes@againstb.com

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