Die Räuberbarone!

J. P. Morgan und John D. Rockefeller stehen exemplarisch für die dunkle Seite des amerikanischen Kapitalismus. Beide häuften im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert enorme Macht an, nicht durch „geniale Innovation“, sondern vor allem durch Monopolbildung, politische Einflussnahme und das systematische Ausschalten von Konkurrenz. Morgan kontrollierte ganze Industriezweige und rettete Banken nur, um seine eigene Macht zu festigen, während Rockefeller mit Standard Oil einen Quasi-Monopolstaat errichtete, der Preise diktierte und kleinere Unternehmen ruinierte. Ihr Reichtum beruhte auf Ausbeutung, aggressiven Geschäftspraktiken und einer Gesetzgebung, die von Geld und Lobbyismus geprägt war. Die spätere Wohltätigkeit beider Figuren kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie ein System mit aufgebaut haben, in dem wirtschaftliche Macht über demokratische Kontrolle gestellt wurde.
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